immerwährender zyklus der elemente

Wenn wir mit der Natur um uns verbunden sind, und leben, können wir die Elemente ganz natürlich erfahren.
Das Feuer braucht das Holz um zu brennen. Auch Luft ist nötig, ein leichter Wind hilft, sonst erlischt es oder erstickt.
Das Holz braucht Erde, Sonne (Feuer), und Wasser, um zu wachsen. Auch die Metallkräfte in der Erde sind wirksam im Kreislauf, und gehen ins Wasser-Element über:
Holz-Feuer-Erde-Metall-Wasser und wieder Holz. Ein immerwährender Kreislauf.
Im Winter, der Zeit des größten Yin, nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ziehen sich die Kräfte ins Innere zurück.
Dort, in der Tiefe, sammeln sie sich, um im Frühjahr wieder nach oben und Außem zu kommen.
Es ist die Zeit der Ruhe, des Rückzugs, der Stille und der Sammlung. Es ist die Zeit der Kälte und der Trockenheit.
Wir können zu uns kommen, können Holz machen für den übernächsten Winter. Wir können uns am Feuer wärmen, und seinen Energien mit allen unseren Sinnen lauschen.
Altes Holz und Schnitt vom Frühjahr und Sommer kann verbrannt werden.
Unser Essen sollte wärmend sein: Rote Bete, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Kohl…kann auf unserem Speiseplan stehen.
Wir danken der Erde für ihre Gaben, die sie uns im Laufe des Jahres gemacht hat.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein glückliches und gesundes neues Jahr, verbunden mit der Natur!
Susanne, Toscana, 3.01.2020

 

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nebel

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Der Nebel senkt sich vom Himmel auf die Erde. Die Welt ist in Milch gebadet, Bäume, Häuser-alles wirkt plötzlich fern.

Die Konturen lösen sich auf, und alles wirkt seltsam, entrückt, irreal.

Die Farben sind pastellen, blass und zart. Wenn die Herbstsonne strahlt, leuchten die bunten Blätter, ja alles, in einer manchmal schmerzhaften Übergenauigkeit. Heute regiert die Zärtlichkeit!

Der Nebel verwischt die Dinge, und hat etwas Tröstendes. 

Ich nehme diese Stimmung an, und in mich auf.

Ich muss heute nicht alles klar sehen!

Ich darf im Nebel wandern, und Nebulöses denken.

Ich kann mich verabschieden von scheinbar klaren Worten, hinter denen sich dichter Nebel wölkt.

Der weiche Nebel darf mich heute umhüllen und umarmen.

Ich darf mich in ihm auflösen!

susanne, 24.10.2019

die hand, die meinen körper berührt, berührt mein leben…

“Die Hand, die meinen Körper berührt, berührt mein Leben”…Aus dem wundervollen Buch “Alles Weh ist Heimweh”, von Dianne Connelly:
“Gandhi hat gesagt: “Arbeit mit den Händen ist eine Lehrzeit der Aufrichtigkeit. Möge die Arbeit deiner Hände ein Zeichen sein der Dankbarkeit und der Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben.”
Mit unseren Händen berühren wir das, was aus dem Universum entstanden ist, das Gefäß für das Leben, die Materie selbst, den Wohnsitz, den Körper.
Der gemeinsame, kollektive, funktionierende “Körper” – ihn lernen wir kennen durch Berühren und Fühlen, durch Untersuchen und Erforschen. Er ist ein grenzenloses Königreich, das wir erforschen und erschließen müssen. Wir beschreiben uns selbst über unseren Körper.
Im Körper haben wir unseren Wohnsitz für den Raum und die Zeit, was wir Leben nennen, unsere Lebenszeit, unsere Zeitspanne.
Alles was wir besitzen, ist ein zu lebendes Leben, und das Transportgefäß für unsere Lebendigkeit ist unser Körper.
Über das Ausmaß meiner Identität mit meinem Körper weiß ich nur wenig – bis ich berührt werde; anwesend in meinem Körper bin ich nur wenig – bis eine Hand auf mich gelegt wird und mich in den “Tempel” ruft, ins Haus meines Selbst, ins Heim meines Geistes, in den Wohnsitz meiner Existenz.
Das Wunderbare eines körperlichen Symptoms ist das Signal, daß es in meinem Körper ist, daß es mich auffordert, berührt zu werden, daß es mich aufruft, mich um meinen Schmerz zu kümmern – über meinen Körper.
Doch die unangenehme Lage meines Körpers deutet stets über sich hinaus.
Die Hand, die meinen Körper berührt, berührt mein Leben.
Mein Körper ist in mir. Ich singe mit ihm, spreche mit ihm, mäste ihn, laß’ ihn abmagern, esse mit ihm, schlafe mit ihm. Ich tue alles, einschließlich “zu sein”, in meinem Körper.
Wenn du also meinen Körper berührst – mein Stück unseres “gemeinsamen Weidelandes” -, trittst du in mein Leben ein, in mein Dasein, in meine Wohnung – gleichgültig, wodurch mich berührst. Eine Berührung schließt immer die Anwesenheit des Körpers ein, meines eigenen und die des anderen.
Berührung macht anwesend.
Ich werde von dir berührt, deine Anwesenheit bewegt mich.”
“…Ich denke an eine aufruhende Hand, in der sich ein Berühren versammelt, das unendlich weit von jeglichem Betasten entfernt bleibt, nicht einmal Gebärde mehr heißen darf…denn diese Hand ist von einem weither und noch weiterhin rufenden Anruf durchtraten, weil aus der Stille zugetragen.” (Martin Heidegger)
(aus: “Alles Weh ist Heimweh”, Dianne Connelly, Verlag Bruno Endrich, copyright 1986 Dianne Connelly, 4. Auflage, 2009. Seite 116/117.)
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duftqigong seminar januar 2020

11.01.-12.01.2020 im ESI München.

Das Duftqigong ist eine leicht erlernbare Qigong-Form, die durch äußere Bewegungen die innere Ruhe fördert. Körper, Geist und Seele werden harmonisiert, und wir fühlen uns ausgeglichen. Verspannungen lösen sich, körperliche Beschwerden werden verbessert.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Teilnehmen können Menschen aller Altersgruppen, auch mit Einschränkungen.

Im Kurs unterrichte ich Duftqigong 1 und 2. 

Ich möchte zwischendurch auch einfache Shiatsu-Begegnungen (Partnerübungen) anleiten, die sich sowohl für Shiatsu Praktiker*innen, als auch für „Anfänger*innen“ eignen. Dabei geht es nicht um „Techniken“, sondern um einfache,  wohltuende Berührungen, die immer gut in unser meist hektisches und „verkopftes“ Leben passen!

Sa, 11.01.2020, 10-18 Uhr

So, 12.01.2020, 10-16 Uhr,

Kosten: 190 Euro

Anmeldung und Info: ESI München, 

http://www.shiatsu.de 

und

bei Susanne Eichhammer, mobil +49 176 21810848, über WhatsApp, oder per Mail, eichhammer@gmx.com.

Susanne Eichhammer:

Shiatsu Praktikerin, Shiatsu- und Qigonglehrerin.

Im Shiatsu streben wir danach, den Lebensfluss unserer Klient*innen in Balance zu bringen. Das gelingt uns besonders gut, wenn wir selbst geerdet und zentriert sind. Qi Gong kann uns dabei helfen.

Shiatsu und Qigong haben dieselben Wurzeln. Hier wie dort kommen wir mit unserem Qi in Kontakt. Wenn ich geerdet und zentriert bin, ganz in mir ruhe, komme ich im Shiatsu mühelos in Resonanz mit meinen Klient*innen. Das sind die fast magischen Augenblicke, wo ich das Qi spüren und sehen kann, wo nichts mehr „getan“ werden muss, ich einfach da bin, und staune. Qigong ermöglicht diese Entwicklung, und unterstützt uns auch auf diesem Weg.

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kraftplatz

Qigong an einem wunderschönen Platz im Englischen Garten. Ein Kraftplatz, mitten in berührter, doch auch unberührter Natur. Beim Qigongüben schöpfe ich Kraft, erde mich, und komme zu mir. In dem Sinne, als das alles, was auf mich am Tag einströmt zur Ruhe kommen kann. Die Zentrierung bringt wieder ins Lot, und mich zu mir.